Führende Evangelikale auf dem Weg nach Rom

Die erschütternde Offenheit führender Evangelikaler für die Ökumene
Von Lothar Gassmann

Es ist nicht zu fassen: Das Reformationsjubiläum im Jahr 2017 (also 500 Jahre Thesenanschlag Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg) soll gemeinsam mit der Römisch-Katholischen Kirche gefeiert werden – so veranschlagt von der höchsten EKD-Kirchenleitung und ihrer Reformationsbotschafterin Margot Käßmann – eine völlige Fehlbesetzung. Das ist sie deshalb, weil sie bis ins Tiefste hinein liberal und ökumenisch eingestellt ist!
Margot Käßmann leugnet die Jungfrauengeburt Jesu, sie leugnet die 6-Tage-Schöpfung, sie leugnet die Existenz einer Hölle. Aber sie durfte im Juni 2014 ein Grußwort beim pietistischen „Christustag“ in Stuttgart sagen. Früher hieß dieser Tag „Gemeindetag unter dem Wort“. Getragen war er von der „Ludwig-Hofacker-Vereinigung“, jetzt nennt sie sich „Christus-Vereinigung“. Obwohl der „Gemeindetag unter dem Wort“ vor Jahrzehnten als Alternative zum liberal-ökumenischen Kirchentag entstanden ist, sollen Christustag und Kirchentag immer mehr zusammengehen. Im Juni 2015 fand der Christustag bereits integriert in den Kirchentag in Stuttgart statt. Ich selber bin wegen dieser gefährlichen Tendenz schon vor Längerem aus dem Trägerkreis der Gemeindetage ausgetreten.
Der größte Skandal ist, dass man die Reformation rückgängig machen will. Heutzutage möchte man nur noch einen katholischen Luther haben, damit alle eins seien – nach diesem falschen ökumenischen Verständnis.
Und deshalb können wir nicht mit einer Ökumene und auch nicht mit einer Allianz zusammenarbeiten, die solche Kompromisse schließt. Dies ist auch der Grund, warum wir vor Ort nicht mit der Allianz zusammenarbeiten. Wir haben nichts gegen die einzelnen Geschwister, da gibt es gewiss auch viele Gläubige. Aber sie durchschauen nicht, was von den Dachverbänden und den ökumenischen Spitzenvereinigungen her geplant wird, wie strategisch es von oben her alles unterwandert und vermischt wird. Das ist ein großes Prob-lem. Diese Entwicklung geschieht unheimlich schleichend. Und der einzelne Gläubige in den Gemeinden erfährt so gut wie nichts von diesen Hintergründen, wenn er nicht ein wenig hinter die Kulissen blickt.
Im Jahr 2011 erschien auf dem evangelikalen Literaturmarkt das Buch „Lieber Bruder in Rom“ . Adressiert war es an den Papst! Damals war es noch Benedikt XVI., nach ihm kam Franziskus I, zum ersten Mal ein Jesuit auf dem Papstthron! Es ist interessant, dass ein Jesuit sich „Franziskus“ nennt, es gibt ja den Jesuitenorden und den Franziskanerorden. Nun sind da aber zwei Jesuiten-Päpste: der schwarze Papst des Jesuitenordens und der weiße Papst in Rom (abgesehen von dem noch lebenden, konservativeren Ex-Papst Benedikt XVI.). Die Jesuiten stehen für die Gegenreformation, in der Tradition ihres Gründern Ignatius von Loyola. Man will mit allen Mitteln die Reformation zerstören und alles zusammenführen in den Schoß Roms.
In diesem Buch „Lieber Bruder in Rom“ also wurde der Papst eingeladen, gemeinsam zu evangelisieren, wobei Rom etwas völlig anderes unter Evangelisation versteht, als die bibeltreuen Christen. Evangelisation ist für Rom immer eine Zurückführung in den Mutterschoß der römischen Kirche, weil diese Kirche (mit ihren ganzen Irrlehren) laut ihrer Aussage Christus sei. Sie ist aber nicht Christus, sondern eine hurerische Vereinigung von Unvereinbarem. Es gibt biblische und es gibt unbiblische Elemente darin, Wahrheit und Lüge vermischt. Diese Vermischung nennt die Bibel: Hurerei.
Dies lässt sich aber so schwer durchschauen, dass selbst Menschen, die evangelisiert haben, die also zu Jesus eingeladen haben, verblendet worden sind und in diesem Buch Aufsätze an den Papst geschrieben haben. Ulrich Parzany von Pro Christ hat einen Artikel darin geschrieben, oder auch Ro-land Werner vom CVJM, Dominik Klenk – er nannte sich damals „Prior“ in der „Offensive junger Christen. Obwohl sie gute Dinge bezüglich Homosexualität sagen – da sind sie an vorderster Front, wie auch gegen die Genderideologie, sowie auch viele Katholiken auf ethischem Gebiet. Aber wir können nicht wegen der Ethik die Dogmatik vergessen, wegen der Moral die Lehre außer Acht lassen! Diesen Fehler machen leider manche.
Auch Christine Schirrmacher von der Evangelischen Allianz hat einen Artikel geschrieben. Zudem findet sich in diesem Buch ein Beitrag von dem Verfasser der gotteslästerlichen Volxbibel, Martin Dreyer, und auch von dem Dozenten an dem theologischen Seminar in St. Chrischona, Dr. Werner Neuer. Ihn kenne ich von meiner Tübinger Zeit her gut. Wir haben damals gemeinsam Einsätze gegen Abtreibungen durchgeführt. Aber er war schon damals sehr ökumenisch und katholisch eingestellt.
Er und Peter Beyerhaus von der Bekenntnis-Ökumene wurden als evangeli-sche Theologen eingeladen zu dem Schülertreffen des Papstes nach Castel Gandolfo, in den Feriensitz des Papstes. Werner Neuer hat einen überaus begeisterten Bericht darüber in Idea-Spektrum veröffentlicht. Neuer schrieb darin, dass es eine ökumenische Sternstunde gewesen sei, als der Papst den Evangelischen die Hand reichte, sie umarmte und sich alle an dieser Einheit gefreut haben.
Aber es geht noch weiter. Am 28. September 2012 hat zum ersten Mal in der Geschichte der Evangelischen Allianz ein katholischer Bischof nicht nur ein Grußwort, sondern auch einen Vortrag in Bad Blankenburg, dem Zentrum der Evangelischen Allianz, gehalten. Es war der Bischof aus Erfurt, Joachim Wanke. Und ich habe damals in einem kritischen Beitrag auf meiner Homepage vorgeschlagen, dass sich die Evangelische Allianz spätestens jetzt umbenennen sollte in „Ökumenische Allianz“. Sie ist ja nicht mehr nur evangelisch. Zumal diese ökumenische Umarmungsstrategie immer weiter geht.
Nun umfasst sie nämlich auch die Mormonen. Mormonen sind keine christliche Kirche. Die Mormonen glauben, dass Gott ein aufgestiegener Mensch sei und dass wir Menschen uns zu Göttern höher entwickeln durch evolutionäre Prozesse. Das ist die mormonische Hauptlehre. Für Mormonen ist nicht Gott der absolute Schöpfer im Unterschied zur Schöpfung, sondern es sei alles im Fließen und im Zusammenhang durch einen Stufenprozess in der geistigen Welt.
Diese Lehre stammt aus dem Spiritismus! Und zwar ist das die Lehre der Höherentwicklung der Geisterwelt, wie bei sämtlichen spiritistischen Sekten. Sie vertreten durchweg die „geistliche Evolution“ in ihrem System – ob Anthroposophie, Mormonen, Universelles Leben und wie sie alle heißen. Man findet immer wieder diese spiritistischen Einflüsse aus der Geisterwelt.
Klaus Rösler schrieb in der baptistischen Ökumene-Zeitung „Die Ge-meinde“, herausgegeben von dem hiesigen Baptistenbund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, am 16.3.2011:
„Salt Lake City. Nach Jahrzehnten der Gegnerschaft sind in den USA Evangelikale auf die Mormonen zugegangen. Die Evangelische Allianz hielt eine Vorstandssitzung in Salt Lake City, Utah ab, in der Hochburg der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, wie sie sich selber nennen. Dabei trafen laut einem Idea-Bericht führende Vertreter der nationalen Evangeli-schen Allianz, die rund 30 Millionen Evangelikale repräsentiert, auch mit dem Gouverneur von Utah, Gary Herbert, einem Mormonen zusammen.“
Außerdem hat sich der bekannte Evangelist Billy Graham, der auch viele gesegnete Dinge getan hat, mit dem bekannten Mormonen Glenn Beck getroffen. Das Treffen endete mit einem gemeinsamen Gebet. Zu wem hat Glenn Beck gebetet? Zu wem hat Billy Graham gebetet?
Georg Walter (Höfen) betreibt eine Website im Internet mit Namen http://distomos.blogspot.de. Er schreibt zu dem Thema „Mormonen“ fol-gendes:
„Die offizielle Lehre der Mormonen ist unvereinbar mit der biblischen Christologie. Die folgende Aussage stammt von einer Website der Mor-monen:
`Wer zum ersten Mal hört, dass Luzifer und unser Herr Jesus Christus Brüder sind, mag überrascht sein. Insbesondere alle Personen, die die Of-fenbarungen der Kirche der letzten Tage nicht kennen. Aber sowohl die Schriften als auch die Propheten bestätigen, dass Jesus Christus und Luzifer tatsächlich aus dem Geschlecht unseres himmlischen Vaters und folglich Brüder im Geiste sind.`“
Die Falschlehre der Höherentwicklung wird hier klar ersichtlich, auch Luzifer wird demgemäß irgendwann einmal versöhnt mit Gott sein. Da hinein lotst man dann also die Christenheit in Richtung Allversöhnung. Es mündet alles ein in den „Kosmos der Liebe“ – und mit dieser Irrlehre pflegt die Ökumene jetzt also munter Gemeinschaft.
Auch Extrem-Charismatiker sitzen inzwischen im Vorstand der Evangeli-schen Allianz, z.B. Peter Wenz aus Stuttgart vom Gospel Forum. Auch andere Glaubensrichtungen, z.B. Adventisten, werden inzwischen als Freikir-chen betrachtet. Man sitzt jetzt im gleichen Boot und kann zu diesem späten Zeitpunkt gewiss keine Grundsatz- und Lehrfragen mehr klären, das wird alles hinten angestellt. Und das ist die beste Voraussetzung für die Vermischung.
Zurzeit ist noch etwas ganz Gefährliches im Schwange: Man arbeitet seit Längeren an einem Verhaltenskodex für die Christenheit. Wie soll man sich verhalten im Umgang mit anderen Religionen oder anderen Konfessionen – das soll ganz genau festgelegt werden. Bisher noch freiwillig, aber irgendwann einmal wird es zum Zwang zusammen mit dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (Antidiskriminierungsgesetze) kommen.
Daran arbeiten nicht nur führende Vertreter der Römisch-Katholischen Kirche und des liberalen ökumenischen Weltkirchenrates in Genf zusammen, sondern auch Vertreter der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) unter Federführung von Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher. Letzterer hat zwar an einer bibeltreuen Hochschule in Basel studiert, sich jetzt aber völlig in diese Allianz-ökumenische Richtung entwickelt. Für mich unbegreiflich. Er müsste die Bibel an sich doch kennen.
Schirrmachers vordergründig gutes Anliegen ist es, sich für Religionsfreiheit einzusetzen. Und das ist auch zu begrüßen. Er setzt sich dafür ein. Das ist in diesem Verhaltenskodex zu erkennen. Man soll nicht mit Gewalt, mit Bestechung und ähnlichen Mitteln Bekehrungen erzwingen. Da stimme ich insofern diesem Verhaltenskodex auch zu. So heißt es z.B.:
“Wenn Christen oder Christinnen bei ihrer Ausübung der Mission zu unangemessenen Methoden wie Täuschung und Zwangsmitteln greifen, ver-raten sie das Evangelium und können anderen Leid zufügen. Über solche Verirrungen muss Buße getan werden.“
Leider gab es solche Missbräuche und dazu ist dieser Kodex nicht falsch. Aber letztendlich geht es dann wieder in Richtung ökumenische Vermi-schung, etwa durch folgende Aussagen aus diesem Kodex unter Punkt 8:
„Christinnen und Christen sind aufgerufen, sich zu verpflichten, mit allen Menschen in gegenseitigem Respekt zusammenzuarbeiten und mit ihnen gemeinsam Gerechtigkeit, Frieden und Gemeinwohl voran zu treiben. Interreligiöse Zusammenarbeit ist eine wesentliche Dimension einer solchen Verpflichtung.“
Man will „interreligiös“, also zwischen den Religionen zusammenarbeiten. Wenn du aber als Christ so eng mit Religionen zusammenarbeitest, kannst du nicht mehr wirklich missionieren. Dann bist du auf der gleichen Ebene ange-kommen.
Die Evangelische Allianz arbeitet nicht nur mit dem Vatikan und dem Weltkirchenrat zusammen, sondern seit einiger Zeit sogar schon mit der UNO! Die Allianz ist ja ein sehr großer Verband mit Millionen von Mit-gliedern, die natürlich miteinander vernetzt sind. Und vordergründig haben sie gute Ziele, z.B. die Micha-Initiative: Sie setzt sich gegen Welthunger ein, gegen Analphabetismus und andere Missstände. Aber man arbeitet zusammen mit der UNO, die ich persönlich, nach meiner eigenen prophetischen Sicht als die große antichristliche Macht am Ende der Endzeit sehen muss. Ich kann es nicht anders sehen. Hier vereinigt und vermischt sich alles auf politischem Gebiet.
Ich persönlich hätte als Christ keine Freiheit, mit der UNO zusammenzu-arbeiten, sondern würde mich davon lieber absondern. Aber man hat auch hier offenbar keine Berührungsängste mehr. Nun kommt aber ein weitgehend soziales Evangelium heraus (Mitmenschlichkeit, dem Nächsten Gutes tun). Aber wie sieht es aus mit Mission, mit Evangelisation im biblischen Sinne?
Es geht schon so weit, dass sogar der Begriff „Missionar“ abgeschafft werden soll. Das wird inzwischen von evangelikalen Dachverbänden propagiert. Sie wollen nur noch kulturelle Mitarbeiter haben. Bruder Rudolf Ebertshäuser hat ein dickes und vielfach bekämpftes Buch geschrieben mit dem Titel „Zerstörerisches Wachstum“ . Darin nennt er Ross und Reiter und viele Namen und Werke, die schon umgekippt sind in dieses soziale, oberflächliche Evangelium, bei welchem nicht mehr die biblische Bekehrung wichtig ist, sondern Weltanpassung und Harmonie. Es ist nicht zu glauben, wie weit manches schon fortgeschritten ist. Und das ist genau das, was der Antichrist gebrauchen kann: „Alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt“ – wie sanft, wie schön, wie harmonisch!
Und wir sind die Friedenstörer, die bösen Feinde des Menschengeschlechts, so wie es damals schon einmal im römischen Reich war, wo die Christen verfolgt wurden. Darum müssen wir uns in einer guten geistlichen Weise, ohne Überheblichkeit, von solchen Strömungen absondern.
Viele, die in Allianz- oder ökumenischen Gemeinden sind, wissen das nicht. Wer blickt als einzelner da schon durch, wenn er nicht die Hinter-gründe kennt? Aber von den Dachverbänden her wird ganz massiv an der Welteinheitsreligion gearbeitet.
Und jetzt verstehen wir vielleicht besser, warum z.B. die Schweizerische Evangelische Allianz erstaunliche Beschlüsse gefasst hat. Es entstand z.B. im Jahr 2009 eine Volksinitiative von Minarett-Gegnern, dass die Moscheen in der Schweiz, von denen es dort auch schon eine Menge gibt, zumindest keine Minarette bekommen dürfen, von denen der Muezzin dann herunter ruft. Das findet sich ja auch schon in Deutschland in manchen Städten – nicht mehr Glockenläuten, sondern der Muezzin-Ruf.
Und was hat die Schweizerische Evangelische Allianz gemacht? Hat sie sich auch hinter diese Initiative gestellt, Minarette zu stoppen? Nein, sie hat gesagt: „Wir dürfen ja nicht so intolerant sein. Wir empfehlen diese Initiative nicht.“ Die Allianz empfahl also letztendlich, dass Minarette gebaut werden – sie widersetzte sich ihnen zumindest nicht. Das verstehen wir nur, wenn wir wissen, was da alles schon am Laufen ist, nämlich dass sie im Gespräch mit Moslems, mit Hindus, mit Buddhisten usw. sind und dass man diese ja nicht verärgern will.
Wir wollen unseren Nächsten lieben – auch Menschen, die noch keine Christen sind. Aber gerade aus Liebe wollen wir ihnen doch das Evangelium sagen: die rettende Botschaft, dass Jesus Christus der einzige Weg ist zum Himmelreich, dass keiner gerettet werden kann ohne Jesus Christus, den Sohn Gottes.
Warum wird das in vielen Kirchen heute nicht mehr ernst genommen? Die Bibelkritik hat den Glauben zerstört. Schon im Studium. Ich habe es selber miterlebt, wie bei manchen Studienkollegen und -kolleginnen der Glaube immer mehr abgenommen hat und wie sie dann ganz abgefallen sind. Dann sind sie aber trotzdem Pfarrer oder vielleicht sogar Pfarrerinnen geworden, obwohl es das laut Bibel gar nicht gibt. Aber so sieht die Realität eben aus. Und deshalb ist nur noch so wenig geistliche Kraft in unserem Land vorhanden.
Wir bräuchten dringend eine neue Erweckung, eine Umkehr zu Gottes unverfälschtem Wort. Allein Christus, allein die Heilige Schrift, allein die Gnade, allein der Glaube – das wäre die notwendige Erweckung und Umkehr, wenn es der HERR noch schenkt. Wir leben aber in der Endzeit, für welche der Abfall vorhergesagt wurde.
Der Fisch fault vom Kopf her – und so ist es auch mit den Dachverbänden. Ich empfehle keinen Dachverband, sondern wenn schon ein Zusam-menschluss, dann ein Netzwerk. Ohne einen Papst, ohne Generalsekretär, ohne einen Führer in einer Zentrale, der alles bestimmt. Denn wenn dieser selber nicht mehr biblisch sieht, wie etwa der Papst in Rom, dann wird alles mit hinuntergezogen in die Abwärtsbewegung. Das ist die Gefahr von Dachverbänden.
Das ist übrigens auch das Problem in der Politik: der Brüsseler Zentralismus. Es ist schlimm, wenn ein paar Köpfe über alle 500 Millionen Menschen bestimmen können. Und genauso ist es auch mit den Dachverbänden in den Kirchen.
Ich empfehle dagegen die Netzwerk-Struktur. Netzwerk-Struktur heißt: Wir haben Kontakt mit bibeltreuen Gemeinde hier und dort, sind freundschaftlich und brüderlich mit ihnen verbunden, aber es gibt keine Zentrale, die alles zu lenken hat. Wenn dann eine Gemeinde kippt oder verfolgt wird, muss noch nicht die andere Gemeinde auch gleich betroffen sein. Ein Netzwerk mit lauter unabhängigen Gemeinden ist viel beweglicher und flexibler, wenn Be-drängnis und Verfolgung oder auch wenn Verführung kommt, als ein zentralistischer Verband bzw. Dachverband. Wenn die eine Gemeinde geistlich umgekippt ist, steht die andere womöglich immer noch, weil sie nicht vom Dachverband her allesamt mit hinab gezogen werden.
Deshalb habe ich am Anfang gesagt: „Dem Heiland treu, der Bibel treu, allianz- und ökumenefrei, aber zugleich mit allen wiedergeborenen Christen in herzlicher Liebe verbunden.“ Das ist unsere biblische Sicht. Und so wollen wir auch weiter auf dem schmalen Weg bleiben und dem Herrn Jesus nachwandeln, bis Er kommt in Herrlichkeit.

Auszug aus:
L. Gassmann: Evangelikale im Sog der Ökumene.
Ist die Zusammenarbeit mit Vatikan, Weltkirchenrat und UNO biblisch?, 48 Seiten, 3,90 Euro

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