Weihnachten – ja oder nein?

Von Bruder Helmut Krcal, ergänzt von Bruder Lothar Gassmann

Nach meiner Bekehrung zum Herrn Jesus fing ich an die Bibel zu lesen. Hierauf bekam ich Probleme mit der Lehre in der evangelischen Kirche und trat aus dieser aus. Da ich nun an den sonntäglichen Versammlungen bei evangelikalen Gemeinden teilnahm, wurde ich auch mit dem Thema “Weihnachten feiern, ja oder nein”, konfrontiert. Einige Brüdergemeinden standen für das ja und andere für das nein. Um mehr Hintergrundwissen zu bekommen, las ich das Büchlein von Pfarrer Albert Lüscher, „Babylon-Weihnachten-Ostern“, und das Buch von Alexander Hislop, „Von Babylon nach Rom“. Nachdem ich durch das Lesen dieser beiden Bücher Wissen hatte, fing ich an, das Weihnachtsfest kritisch zu betrachten und dieses Fest nicht mehr zu feiern, so wie ich dies über Jahre zuvor getan hatte.

Heute aber bin ich als Christ dem Herrn dankbar, dass ich nicht bei dieser kritischen Haltung geblieben bin. Auch wenn die Bibel den Christen kein genaues Datum von der Geburt Jesu mitteilt (und ohne Zweifel stand das Datum 24./25.12. für ein heidnisches Fest, wie auch ALLE ANDEREN Daten im heidnischen Kalender!), bedeutet heute dieses Datum für mich persönlich, dass mit mir zusammen auf der ganzen Welt Christen an diesem Tag ganz bewusst an den Herrn denken, der im Fleisch zu uns Menschen gekommen ist. Das Datum ist hierbei nicht wichtig. Wenn das Weihnachtsfest ausgefüllt ist mit dem Evangelium, wenn dem himmlischen Vater alle Ehre gegeben wird und sein Sohn Jesus, geboren von der Jungfrau Maria, der Mittelpunkt ist, ist es kein heidnisches Fest mehr, sondern ein Christenfest.

Am 24.12., am Nachmittag, wird von den Kindern der Gemeinde, der ich angehöre, der Weihnachtsvortrag gestaltet. Zu sehen und zu erleben, mit welcher Freude dies die Kinder tun, wie sie im Gebet, mit Vortrag und im Singen, dem Herrn Jesus die Ehre geben, wie sie Lob, Preis und Dank zum Ausdruck bringen, erfreut mein Herz immer wieder. Oft sind auch ungläubige Eltern mit ihren Kindern bei diesem Weihnachtsfest in der Gemeinde anwesend, so dass letztendlich auch dieser festliche Vortrag der Kinder über die Geburt von Jesus, dem Sohn Gottes, ein Zeugnis ist.

Ich persönlich möchte so ein Weihnachtsfest nicht mehr missen. Wenn jedoch Christen darüber eine andere Auffassung haben und Weihnachten nicht feiern, so ist dies zu respektieren. Denn jeder Christ ist allein verantwortlich vor dem Herrn Jesus Christus.
In der Liebe des Herrn, herzlichen Gruß
Helmut KRCAL

Nachtrag von Lothar Gassmann:
An alle in dieser Frage „extremen Christen“ folgende Frage: Würde das Weihnachtsfest – und mit ihm auch Ostern, Pfingsten, Himmelfahrt usw. – abgeschafft – wie würde sich das auf den „christlichen Grundwasserspiegel“ in unserem Land auswirken? Dann gäbe es bald nur noch Fasching und Halloween -und die islamischen Feste! Wollen wir das als Christen wirklich? NEIN! Deshalb lasst uns dankbar die christlichen Feste feiern und missionarisch nutzen, solange wir sie noch haben!
Und hier ein missionarisches Heft zum Verteilen in der Advents- und Weihnachtszeit:
http://jeremia-verlag.com/freudige-nachricht-zu-weihnachten.html

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